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Bike-Auswahl

Welches Motorrad ist das richtige für mich?

Wenn Du dich nach einem Motorrad umschaust, kann dies natürlich neu oder gebraucht sein. Dazu kannst Du dich auf verschiedenen Online Börsen oder bei deinem nächsten Fachhändler* umschauen. Meine Empfehlung liegt ganz klar beim Letzteren.

Alter und Zustand des Motorrads

Insbesondere bei gebrauchten Motorrädern ist die Frage nach dem Alter schwer zu beantworten. Sicherlich gibt es Motorräder die durchaus 6-7 Jahre sind und dennoch kaum bewegt wurden. Generell empfehle ich aber kein Motorrad zu kaufen, das älter ist als 5 Jahre. Denn die Motorräder werden nicht ohne Grund jedes Jahr weiterentwickelt. Es gibt immer wieder Verbesserungen, auch im Bereich der Sicherheit. Der Zustand ist natürlich dennoch wichtiger als das Baujahr der Maschine. Wichtig ist auch, dass du dich vergewissert, dass das Baujahr, was der Verkäufer angibt stimmt. Denn bei Motocross-Maschinen steht das Baujahr nicht offensichtlich auf dem Motorrad. Möglicherweise kann der Verkäufer das Baujahr des Motorrads über Rechnungen belegen. Um wirklich sicher zu sein, sollte man anhand der Rahmennummer – diese befindet sich am Lenkkopf – das Baujahr von einen Fachhändler überprüfen lassen. Durch die Rahmennummer lässt sich das Baujahr eindeutig zuordnen.

Wie viel ist das Bike wirklich gelaufen?

Weiterhin sind bei Motocross-Motorrädern weder Tacho noch Kilometerzähler verbaut, so lassen sich auf den ersten Blick die tatsächlich gelaufenen Kilometer bzw. Betriebsstunden nur schwer nachvollziehen. Deswegen rate ich dir, insbesondere bei Motorrädern älteren Baujahres zur Vorsicht. Bei neueren Motorrädern besteht die Möglichkeit über die Zündeinheit die tatsächlichen Betriebsstunden mit speziellem Programm auszulesen.

Optik / Technik – Probefahrt

Wenn du ein Motorrad besichtigst, achte nicht nur auf die Optik, sondern erfrage ob alle notwendigen Wartungen (Ölwechsel und evtl. Kolbenwechsel) regelmäßig durchgeführt wurden und lasse dies vom Verkäufer ggf. durch Rechnungen belegen. Mache auf jeden Fall immer eine Probefahrt. Während der Probefahrt solltest du mehrfach die Gänge durchschalten, die Kupplung betätigen und kontrolliert Gas geben. Achte dabei darauf, dass das Motorrad sauber läuft und weder stottert oder das Gas nicht richtig annimmt. Falls Du dir mit irgendeinem der genannten Punkte unsicher bist, kauf das Motorrad besser nicht. Gerade als Einsteiger möchtest du natürlich Motocross fahren und deinen Sport-Einstieg nicht als Mechaniker beginnen. Je nach Fehler, dessen Fehlersuche und Behebung, nimmt ein defektes Motorrad neben viel Zeit auch viel Geld in Anspruch. Bei den meisten Privatverkäufen von Motorrädern gilt der Standardsatz “gekauft wie gesehen” und es sind keinerlei Gewährleistungsansprüche nach dem Kauf möglich. Deswegen prüft in jedem Fall sorgfältig vor dem Kauf!

Empfehlung:

Die beste Voraussetzung in allen Bereichen ist natürlich ein neues Bike. Hier kann man oft im Jahreswechsel – wenn die neuen Motorräder einer Marke veröffentlicht werden – bei einem Fachhändler die Vorjahresmodelle günstiger erwerben. Natürlich hast du auch bei vielen Fachhändlern die Möglichkeit, eine gebrauchte Maschine aus vertrauensvollen Händen zu kaufen.

2-Takt- oder 4-Takt-Motorrad?

Wenn du dich auf die Suche nach einem geeigneten Motorrad machst, wirst du ganz schnell auf die Begriffe 2-Takt und 4-Takt stoßen. Ich möchte hier nicht auf die Technik an sich eingehen, sondern die Vor- und Nachteile aufzeigen, die die jeweiligen Modelle mit sich bringen.
Dazu habe ich verschiedene Bewertungskriterien aufgestellt und diese näher beleuchtet.

Anschaffungskosten: Bei den Anschaffungskosten unterscheiden sich 2- bzw. 4-Takt-Motorräder kaum.

Unterhaltung des Motorrades:

Generell sind 2-Takter wartungsfreundlicher als 4-Takt-Motorräder. Mit etwas handwerklichem Schrauber-Geschick kann man bei einem 2-Takter auch mal einen Kolben selbst wechseln. Bei 4-Takt-Motorrädern empfehle ich ohne Vorkenntnisse nichts am Motor zu machen. 2-Takt-Motorräder sind in der Unterhaltung also kostengünstiger als 4-Takt-Motorräder, denn neben den Servicearbeiten sind auch Schäden und Ersatzteile für den Motor bei 4-Takter etwas teurer als bei 2-Taktern.

Vielfalt / Auswahl:

Außer Yamaha und KTM (zu denen auch Husqvarna und GasGas gehören) stellt kein Motocross-Motorrad-Hersteller neue 2-Takt-Motorräder größer als 85ccm her. Der Trend geht also klar in Richtung 4-Takt. Aus diesem Grund ist die Auswahl bei diesen Motorrädern deutlich größer.

Fahrspaß:

Egal welches Motorrad, Spaß machen alle! Jedes auf seine Weiße etwas anders. In diesem Punkt ist die persönliche Meinung entscheidend, denn während du mit einem 4-Takter eher ruhiger, mit niedriger Drehzahl und viel Traktion fahren kannst, musst du einen 2-Takter eher hochdrehen und „laufen lassen“.

Leistung:

Früher galt der Regelsatz: 125ccm 2-Takt-Maschinen sind mit 250ccm 4-Takt-Maschinen zu vergleichen. Und 250ccm 2-Takter mit 450ccm 4-Takt-Maschinen. So wurden die Motorräder auch in Motocross-Rennen in die entsprechenden Klassen eingeteilt. Heute dürfen die 250ccm 2-Takt-Maschinen oft zusammen mit den 250ccm 4-Takt-Maschinen starten, da sich auf den heutigen Strecken der vermeidliche Leistungsvorteil der 2-Takt-Motorräder wieder ausgleichen.

Konkurrenzfähigkeit:

Als Anfänger spielt die Konkurrenzfähigkeit erst einmal eine untergeordnete Rolle. Dennoch ist es so, dass 4-Takt-Motorräder von der Traktion (Leistungsübertragung) oft im Vorteil gegenüber 2-Takt-Motorrädern sind. Dies ist auch der Grund, warum in der Motocross-Weltmeisterschaft nur 4-Takt-Motorräder an den Start gehen.

Benzin:

4-Takt-Motorräder laufen mit herkömmlichen Tankstellen-Benzin z.B. Super oder SuperPlus. 2-Takt-Motorräder müssen zwingend mit einem Benzin-Öl-Gemisch getankt werden. Dieses musst du im Normalfall selbst mischen, da es dies i.d.R. nicht fertig zu kaufen gibt. Für das richtige Gemisch lese bitte das Motorrad Handbuch, was es immer zum Motorrad dazu gibt.

Fazit:

Du solltest selbst entscheiden, welche Punkte für dich am wichtigsten sind und so deine Entscheidung treffen ob für dich 2- oder 4-Takt für dich das Richtige ist. Neben den ganzen technischen Aspekten ist die Wahl, wie bereits erwähnt, oft einfach eine Sache der persönlichen Vorliebe.

Bei Kindern und Jugendlichen bis ca. 15 Jahre entfällt diese Entscheidung, denn in Kubik-Klassen von 50ccm – 85ccm gibt es nur 2-Takter. Zwar wirst du feststellen, dass es auch ein paar wenige 4-Takt-Optionen gibt – dies sind jedoch sogenannte Pitbikes, die lediglich dem Spaß dienen und bei Motocross-Rennen nicht gefahren werden dürfen.

Wie viel Kubikzentimeter brauche ich?

Sicherlich stellst du dir die Frage, welche Kubikzentimeter-Anzahl für dich optimal ist? Es geht, wie in 1.2 beschrieben, von 125ccm 2-Takt- bis hin zu 450ccm 4-Takt-Motorräder. Optimal wäre es natürlich, wenn Du die Möglichkeit hast, verschiedene Motorräder zu testen (z.B. Testtag von einem Hersteller, allerdings solltest du hier bereits Fahrpraxis gesammelt und alles an benötigter Ausrüstung haben). Aber auch ohne Test gilt die Faustregel, zum Anfang eine Maschine mit weniger Leistung zu wählen und diese zunächst optimal zu beherrschen, bevor man auf ein größeres Modell umsteigt. Denn viele unterschätzen die Power einer 250ccm 2-Takt bzw. 450 ccm 4-Takt Maschine, was in Extremsituationen schnell zum Verhängnis werden kann. Deswegen rate ich auch Erwachsenen Anfängern zunächst zum Kauf einer 125ccm 2-Takt beziehungsweise 250 ccm 4-Takt Maschine.

Wie viel ccm braucht mein Kind?

Im Kinder- und Jugendbereich ist der Richtwert ganz klar das Alter. Aber sicherlich ist auch hier individuell – gemessen an Fähigkeit, Größe, Gewicht – zu betrachten, ob ggf. das nächstgrößere Modell bereits sinnvoll ist. Ebenso ist es ratsam die Richtlinien von Rennverbänden zur Hilfe zu ziehen. Erfahrungsgemäß starten die jüngsten Racer ab ca. 3 Jahren. Bis 7 Jahre empfiehlt sich hier eine 50ccm-Maschinen. Im Alter von ca. 7 – 11 Jahren ist die 65ccm-Klasse die Richtige. Die 85ccm Maschine ist für Jugendliche von ca. 11 – 15 Jahren geeignet. Einem Anfänger von 16 Jahren empfehle ich zunächst ein Übungsjahr auf einer 125ccm 2-Takt Maschine und nicht direkt auf ein 250ccm-Motorrad.

*Ein Fachhändler-/ Experten Verzeichnis von meinen Partnern in deiner Nähe, findest du auf der Homepage.

 

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