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AUA! – Wer kennt es?

Die Hände können beim Motocross manchmal „zum Problem“ werden. Blasen oder später auch Hornhaut und dessen Begleiterscheinungen sind dann nicht nur Schmerzhaft sondern nehmen einem auch dem Spaß am Fahren.

Oft werde ich gerade von Anfängern, aber auch von erfahrenen Fahrern gefragt was kann ich tun? Doch nach einem Blick auf deren Hände weiß ich dann nicht mehr viel – außer Tapen und durch den Schmerz beim Fahren beißen oder Pause machen.

Deswegen gilt wer Vordenkt muss nicht Nachdenken… Also: “woran hattet jelegen?”

Griffe:

Harte Griffe: Sind etwas Widerstandsfähiger und generell härter

Weiche Griffe:  Ermöglichen ein sehr komfortables fahren und ein gutes Fahrgefühl müssen aber auch ohne Sturz mal erneuert werden, nutzen sich schneller ab.

Mittlere Griffe: Ist ein Kompromiss aus beiden mit einer mittel-harten Gummimischung.

 

 

Befestigung der Griffe: Um die Griffe am Lenker zu befestigen gibt es einen speziellen Griffkleber, oftmals werden die Griffe auch zusätzlich mit Draht „vertrödelt“

Vorsicht: die Enden des Drahtes sollten auf keinen Fall störend ab- oder überstehen. Sonst kommt es schon hierdurch zu Verletzungen oder Blasen.

 

Die Griffe von Odi ersparen dir dieses lästige Thema durch ein innovatives Hülsen-Klemm System.

 

Fazit: man sagen die meisten Fahrer, wie auch ich, bauen auf eher weichere Griffe, denn diese absorbieren einfach schon etwas die Vibrationen vom Bike, geben dir einen kleines „Polster“ zum Greifen und vermitteln ein gutes Fahrgefühl. Außerdem denke ich das weichere Gummi vermeidet die Blasenbildung.

Handschuhe:

Ähnlich wie bei den Griffen gibt es hierzu 100 verschiedene Meinungen und Vorlieben. Ich will dir kurz meine Sicht versuchen zu erklären:

„Mythos 1“:

Dicke Handschuhe = besserer Schutz und weniger Blasen.

Ich finde NEIN, dem ist nicht so. Natürlich haben dickere Handschuhe auf den ersten Blick das größte „Polster“, jedoch schwitzt du schneller in diesen und hast viel weniger Gefühl in den Fingern.

„Mythos 2“:

Dünne Handschuhe = besseres Gefühl aber weniger Schutz?

Schwachsinn, im Ernstfall bringt der Handschuh-Schutz dir sowieso wenig bis nichts, doch das Gefühl bzw. das festhalten am Motorrad ist wesentlich angenehmer.

 

Welche Unterschiede gibt es noch?

Handschuhe mit oder ohne Verschluss:

Es gibt Handschuhe mit einem sog. Klettverschluss und Handschuhe „ohne“ Verschluss sprich mit elastischem Bund. Auch hier ist wieder dein Gefühl / der Tragekomfort ein ausschlaggebender Punkt.

Meine Erfahrung: Mit Klettverschluss fühlt es sich fester an du bestimmst wie fest oder locker du die Handschuhe tragen willst.

Vorsicht: zu festes schließen der Handschuhe kann sich ggf. auf die Durchblutung auswirken und „armpump“ hervorrufen.

Mit elastischem Bund kann es sich anfangs komisch anfühlen denn du denkst die Handschuhe sind zu locker, aber nach 1-2 Runden fällt dir das gar nicht mehr auf und du hast würde ich sagen: „eine Baustelle weniger“, denn oft sehe ich Fahrer z.B. kurz vor dem Start noch an den Verschlüssen „rumzuppeln“ oder sogar ein offenen Verschluss beim Fahren, der elastische Bund greift all diesen Sachen vor und sitzt zudem schön locker.

 

Die Nähte:

Achte beim Kauf und auch bei den ersten Fahrten ob vielleicht die Naht-Führung der Handschuhe ein Problem ist. Nicht jede Hand ist gleich! Passt da was nicht bzw. verläuft eine der Nähte für dich störend, stremmt vielleicht sogar was ab oder verursacht Blasenbildung ist es nicht der richtige Handschuh für dich.

Lenkertyp, Lenkerposition & Hebeleinstellungen

Natürlich kann auch die Grundeinstellung deines Motorrads, speziell des Lenkers die Ursache für Blasenbildung oder verkrampfte Hände / Unterarme sein. Wähle den richtigen Lenker – der Lenker sollte auf jeden Fall unbeschadet und nicht z.B. durch einen Sturz verbogen sein. Über die Lenkerform und die Lenkereinstellung gibt es auch wieder verschiedene Meinungen. Ich empfehle generell einen möglichst wenig gebogenen Lenker und eine neutrale Position. Die Hebel sind passend dazu einzustellen. Am besten setzt du dich auf dein Bike und stellst dir die Hebel erstmal, ohne viel nachzudenken, ein. Sodass sie ohne unnötige Armbewegungen für dich wie eine natürliche Verlängerung gut erreichbar sind. Die Feinheiten wirst du mit der Zeit selbst herausfinden.

 

 

Bis hier hin gibt es eigentlich kein richtig oder falsch, sondern es ist einfach eine Geschmackssache. Trotzdem zeigt die Erfahrung das ganz extreme Einstellungen nicht wirklich von Vorteil sind. Deswegen keep it basic!

 

Das Fahrwerk

Ist dein Fahrwerk falsch eingestellt oder nicht auf dich (Fahrstil, Körpergewicht & Größe) angepasst wird dein Motorrad unverhältnismäßig schlecht bzw. unruhig liegen, was u.a. zu starken Erschütterungen am Lenker führen kann.

 

Die Fahrtechnik

Ein nicht unwichtiger Faktor bei Problemen mit den Händen ist ebenfalls die richtige Fahrtechnik. Denn stimmt deine Haltung auf dem Motorrad nicht, kann es schnell zu Über-Belastung der Hände / Arme führen. Du hältst dann zu verkrampft fest bzw. versuchst die „falsche“ oder fehlende Technik mit Kraft aus den Armen & den Fingern zu kompensieren, das geht nur bedingt.

Nehmen wir jetzt mal an die Punkte 1. – 5. Passen alle du hast aber trotzdem Probleme mit Blasen, das sind weitere Möglichkeiten:

Griff- bzw. Hand-Zubehör kann hilfreich sein.


Donuts:

Nein ohne Schokoüberzug, sondern sog. Griffdonuts, diese gibt’s eigentlich überall relativ Preisgünstig zu kaufen und polstern etwas das innere Ende des Griffgummis ab. Ich selbst nutze immer nur einen Griffdonut nämlich den rechten, am Gasgriff. So vermeide ich das aufreiben / die Blasenbildung an meinem rechten Daumen. Den linken Donut verwende ich nie bzw. nutze diesen dann auch wiederrum an der rechten Seite, wenn dieser kaputt oder abgenutzt ist. Die linke Hand ist ja logischerweise viel „statischer“ als die rechte deswegen empfinde ich den Donut hier eher als störend bzw. brauche ihn hier nicht.

 

Palm Saver:

Viele Fahrer die mit Blasen zu kämpfen haben nutzen den Palm Saver, auch diese gibt es mittlerweile von fast allen Marken zu kaufen. Kurz erklärt ist es quasi ein dünne Schaumstoff / eine Komforteinlage den du vor den Handschuhen an deine Hand ziehen kannst um mehr Polsterung, weniger Erschütterung zu haben. Ich persönlich komme hiermit nicht so gut zurecht da ich ein Fan von dünnen, gut passenden Handschuhen / enganliegenden Handschuhen bin. In einem Handschuh mit diesen Voraussetzungen ist für mich „kein Platz“ für die Palm Saver. Außerdem empfinde ich die „mehr-Polsterung“ zwar im Stand oder beim greifen als angenehm aber nach einer Zeit beim Fahren als zusätzliche Belastung der Griffkraft da man ja auch „Mehr“ zusammendrücken muss.

 

Baby-Puder oder Kreide:

Hast du mit extrem schwitzigen Händen zu kämpfen kann es schon die einfache Lösung sein deine Hände, deine Handflächen vor jeder Fahrt (natürlich vor anziehen der Handschuhe) mit Babypuder oder Kletter-Kreide einzureiben.

*Ist das dein Problem wechsle außerdem nach jeder Einheit deine Handschuhe, das heißt nicht das du 10paar Handschuhe brauchst, sondern mindestens zwei paar damit das jeweilige benutze Paar in der Zwischenzeit trocknen kann.

 

 

Tape:

Hast du trotz all dieser Tipps und Maßnahmen immer noch Probleme bzw. auch mal unerwartet mit einer oder mehrerer Blasen zu kämpfen hilft nur noch tape. Gerade wenn du nach einer längeren Pause oder generell erst mit dem Fahren anfängst kann es schneller dazu kommen bis sich deine Hände wieder daran gewöhnt haben. Lieber “tapest” du deine Hände anfangs auch als Vorsichtsmaßnahme ab, denn sehen diese einmal so aus wie meine im Titelbild und du möchtest trotzdem weiterfahren tut das erstes weh und zweitens wird sich der Heilungsprozess sehr ziehen.

Deine Hände korrekt zum Fahren zu tapen ist essenziell, denn machst du hier einen Fehler kannst du dir schnell den Spaß am Fahren nehmen (z.B. durch abstremmen) oder deine „Blasen-Situation“ gar verschlimmern. Hierfür habe ich eine kostenlose „Hände zum Fahren richtigen tapen“- Tapeanleitung erstellt. Diese wird dir helfen trotz Blasen perfekt deine Runden zu drehen, alles was du hierfür machen musst ist dich zu meinem Newsletter anzumelden und mir per Mail (info@motocrossanleitung.de) eine Nachricht mit dem Stichwort: Tapeanleitung, zu senden. oder du folgst mir auf Instagram (@motocrossanleitung) und schickst mir die Nachricht dort.


Nach dem Fahren ist vor dem Fahren:

Vom vielen Training bekommst du schnell Hornhaut an den Händen, diese kann Fluch und Segen zu gleich sein.

Segen:

An den Stellen wo Hornhaut ist, sind die Hände nicht mehr so empfindlich und es bilden sich meistens keine Blasen mehr.

Fluch:

Zuviel Hornhaut ist unangenehm, vielleicht sogar unästhetisch. Was zum Problem werden kann ist das „ausreißen“ der Hornhaut z.B. in den Fingerbeugungen. Deshalb meine Empfehlung: Lass die Hornhaut nicht zu groß / dick werden. Ich stutze sie nach Duschen bzw. wenn die Handflächen aufgeweicht immer mal etwas mit einem Hornhaut-Messer. Außerdem versuche ich die Hornhaut und auch die Stellen wo es Ein- bzw. Ausreißen kann mit einem speziellen Balsam geschmeidig zu halten, auch hier nutze ich Produkte aus dem Klettersport.

 

*Durch klicken auf die Bilder kommst du direkt zu meinem Empfehlungen.

 

 

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